Liquid selber mischen

Liquidflaschen zum Selbermischen

Günstiger dampfen: So mischt man sein Liquid selbst

Eine wachsende Anzahl an Rauchern in Deutschland erachtet die E-Zigarette nicht nur als günstigeren Ersatz zur herkömmlichen Tabakzigarette, sondern sogar als die gesündere Alternative. Diese Wahrnehmung basiert auf einer soliden Grundlage. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe der dabei verwendeten Liquids schafft Klarheit. Denn während bei Tabakzigaretten mitunter hunderte verschiedene Stoffe zum Einsatz kommen, von denen viele sogar als krebserregend gelten, handelt es sich bei den Inhaltsstoffen der E-Liquids vorwiegend um Stoffe, die auch in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen.

Hinsichtlich der E-Zigaretten lässt sich jedoch noch ein weiterer Trend erkennen. Denn immer mehr Dampfer gehen sogar dazu über, sich ihre Liquids selbst zu mischen. Wer es einmal probiert hat, merkt schnell, dass es nicht so schwer ist, wie manche denken. Nachdem ich mich sieben Jahre lang davor gesträubt habe, und ich allerhöchstens mal Shake & Vapes ausprobiert habe, habe ich mich vom Einsparpotenzial überzeugen lassen und es nun auch mal selbst ausprobiert.

Die Vorteile beim Selbermischen

Wer Liquids selber mischt, ist klar im Vorteil. das war auch mir bereits bekannt. Ich war schlicht und ergreifend zu faul und dachte, dass der Zeitaufwand zu hoch wäre. Denn viele gehen Dampfer zum Selbermischen über, allein um Geld zu sparen und scheuen den Zeit- und Arbeitsaufwand deshalb nicht, wobei der Preisvorteil natürlich sofort sichtbar und spürbar ist. Wer nur die Rohmaterialien kauft, kommt nämlich deutlich günstiger als im Vergleich zu fertigen Liquids. Ein weiterer Preisvorteil im Einkauf liegt auch in den Bestellintervallen. Denn Selbermischen können auch größere Mengen auf Vorrat bestellen. So lässt sich auch von Mengenrabatten profitieren. Zudem können auch Versandkosten gespart werden, wenn weniger oft bestellt wird.

Was letztendlich den Zeitaufwand angeht, so benötigt man kaum mehr Zeit fürs Selbermischen, als bei den allseits bekannten Shake & Vapes.

Ein wesentlicher Vorteil beim Selbermischen, von dem auch einiger Reiz ausgeht, besteht jedoch darin, die einzelnen Inhaltsstoffe ganz frei im gewünschten Verhältnis zusammenstellen zu können. So lassen sich nicht nur die Stärke und Konsistenz beeinflussen, sondern vor allem kann mit verschiedenen Aromen experimentiert werden, um genau jene Note ausfindig zu machen, die genau den eigenen Vorstellungen entspricht. Denn auch wenn bei Fertigmischungen eine sehr große Vielfalt gegeben ist, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass auch für jeden genau die richtige Geschmacksrichtung dabei ist.

Durch das Zusammenmischen der gewünschten Aromen in speziellen Verhältnissen gelingt es leicht, nach und nach die eigene geschmackliche Kreation zu erschaffen, die dann gedampft und genossen werden kann. Selbstverständlich lassen sich auch bei bestehenden Aromen Anpassungen vornehmen. Wenn diese etwa als zu intensiv wahrgenommen werden, kann eine dünnere Variante mit einem höheren Verhältnis an Basisliquid erzeugt werden.

Diese Bestandteile benötigt man zum Mischen

Wer sich für das Selbermischen von Liquids interessiert, legt sich am besten ein Set mit den nötigen Utensilien zu. Benötigt werden dazu verschiedene Materialien wie leere Fläschchen, in welche die Flüssigkeiten gefüllt werden, ein Messbecher, Spritzen sowie Klebeetiketten, damit auch längere Zeit nach der Abfüllung noch klar ist, welcher Geschmack sich in welchem Fläschchen befindet.

Als Flüssigkeiten wird zum Mischen zum einen Basisliquid ohne Eigengeschmack benötigt, das den Großteil des fertigen Liquids darstellen wird. Beigemischt werden zum anderen Propylen-Glykol (PG), das für moderaten Dampf sorgt oder aber auch Vegetables Glycerin (VG), welches einen dichteren Dampf erzeugt. Letzteres gilt allerdings als schlechterer Geschmacksträger.

Je nach gewünschter Stärke kann ein größerer oder kleinerer Nikotinshot hinzugefügt werden. Natürlich kommen in die Mischung auch noch die gewünschten Aromen, die in jedem Fall nur in der empfohlenen Dosierung angewendet werden sollten.

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Wie funktioniert das Mischen nun?

Beim Mischen ist es wichtig, anfangs nur eine kleine Menge Basisliquid in eine leere Flasche zu geben. 10 ml sind dabei ein guter Richtwert. Anschließend kann ein Nikotinshot in der gewünschten Menge hinzugefügt werden. Die Aromen werden mit einer Spritze aus der Aromaflasche aufgezogen und ebenfalls in der gewünschten Menge hinzugefügt. Selbstverständlich ist es wichtig, keine der empfohlenen Mengen zu überschreiten. Gerade wer beim Mischen erst am Anfang steht, tut gut daran, sich an vorgegebene Mischverhältnisse zu halten.

Tipp: Ein Liquidrechner kann beim Selbermischen eine große Unterstützung bieten. Damit lässt sich auf einen Blick erkennen, von welcher Zutat wie viel benötigt wird, wenn ein gewünschtes Flaschenvolumen bzw. eine gewünschte Nikotinstärke erreicht werden soll. Einen echt gelungenen Rechner dieser Art habe ich vor kurzem im Netz entdeckt:

Ergänzend bekommt man auf der Seite zahlreiche Tipps und Infos zum Thema Selbermischen, so dass auch jeder Anfänger auf Anhieb klarkommen dürfte.

Mein Fazit:

Liquids mischen ist viel einfacher als gedacht

Liquids selber zu mischen mag auf den ersten Blick schwierig erscheinen. Doch wenn die nötigen Utensilien dafür einmal vorhanden sind und der Prozess einmal durchgemacht wurde, entsteht bei den meisten schnell der Wunsch, Liquids nur mehr selbst zuzubereiten. Zudem bietet sich ein deutlicher Einspareffekt im Einkauf dank größerer Bestellmengen und längerer Bestellintervalle.

Am besten gefällt mir, dass ich nicht auf vorgegebene Geschmacksvarianten angewiesen bin und mir mein Aroma ganz individuell selber kreieren kann. Das Selbermischen macht nämlich umso mehr Spaß, wenn das Ergebnis anschließend passt.