Akkus und Ladegeräte für e-Zigaretten

Akkus beim Aufladen in Ladestation

Warum sind separate Ladegeräte besser?

Fast jeder e-Zigarette liegt entweder ein Steckernetzteil (meist mit USB-Anschluss) oder nur ein USB-Ladekabel bei, um den oder die erforderlichen Akku(s) aufzuladen. Besser sind jedoch externe Ladegeräte und Ladestationen. Dieser Artikel soll darüber informieren, welche Lademöglichkeiten für welche Arten von e-Zigaretten und Akkuträger am sinnvollsten sind.

e-Zigaretten mit fest verbautem Akku

eGos und e-Zigs mit fest verbautem Akku

Bei e-Zigaretten mit fest verbautem, bzw. integriertem Akku kann man das USB-Ladekabel wahlweise in den USB-Port eines PCs oder Notebooks oder (falls vorhanden) in ein Steckernetzteil mit USB-Anschluss einstecken.

Eingebaute Akkus kommen in verschiedensten Modellen vor, z. B. Pen-Devices, eGos,  kleinere Mod-Boxen oder auch separat aufschraubbare Akkus (siehe Mitte des Fotos), die aber fest in einem Gehäuse untergebracht sind und nicht entnommen werden können.

Netzteil oder USB-Port, was ist besser?

Ganz klar empfehle ich hier das Steckernetzteil – warum erkläre ich gleich. Steckernetzteile für e-Zigaretten sind bereits in der Lieferung enthalten oder für günstiges Geld (ab ca. 10 Euro) im Handel zu erwerben.

USB-Steckernetzteil für fest verbaute Akkus (z. B. für eGos)Es können so gut wie alle handelsüblichen 5 VDC-Netzteile mit EU-Netzstecker und USB-Buchse verwendet werden.

Ich empfehle jedoch Modelle mit mindestens 2 A Strombelastbarkeit, dann sind stets genügend Reserven vorhanden und das Teil wird nicht heiß. Auch e-Zigarettenhändler haben diese Produkte in ihrem Portfolio. Es gibt Versionen mit nur einem oder gleich mehreren USB-Anschlüssen, so dass man bei Bedarf die e-Zigarette und weitere Geräte gleichzeitig aufladen kann.


Anzeige:
Netzteile & Ladeadapter bei Amazon kaufen:

zum Angebot


Warum nicht direkt am USB-Port anschließen?

Technisch gesehen funktioniert das natürlich schon, weil USB-Ports immer für 5 VDC ausgelegt sind. Ein USB 2.0 Port darf jedoch nur bis max. 500 mA und ein USB 3.0 Port max. 900 mA belastet werden, was in der Regel auch ausreicht, um einen e-Zigaretten-Akku aufzuladen. Wird der Port (z. B. aufgrund eines defekten Akkus) mit mehr Strom belastet, dann geht er kaputt und kann nicht mehr verwendet werden.

Da die Reparatur eines USB-Ports sicherlich teurer ist, als ein Steckernetzteil für knappe 10 Euro, ist es einleuchtend warum das Netzteil hier die bessere Variante darstellt. Einen USB-Port würde ich nur in Ausnahmefällen benutzen, z. B. wenn gar keine andere Möglichkeit verfügbar ist. Zudem hält man seine USB-Ports frei für andere Anwendungen.

e-Zigaretten & Akkuträger mit herausnehmbaren Akkus

Akkuträger mit herausnehmbaren Akkus

Während man bei fest verbauten Akkus keine andere Möglichkeit hat, als den oder die Akku(s) direkt über die Ladebuchse am Gerät aufzuladen, kann man bei den herausnehmbaren Varianten auf ein externes Ladegerät zurückgreifen, mit welchem Ladevorgang viel schonender und mit dem optimalen Ladestrom vonstatten geht. Zudem hat man die Möglichkeit, sich einen Vorrat an Akkus anzuschaffen.

So hat man immer volle Akkus für den Betrieb der e-Zigarette parat, während man die leeren stressfrei aufladen kann.

Vorteile eines externen Ladegeräts

Während die o. g. Steckernetzteile eher konstant und statisch arbeiten, verfügen moderne Ladegeräte über eine intelligente Elektronik, die ermöglicht, einen Akku möglichst schnell und zugleich schonend aufzuladen, indem sie die Akku-Type erkennen und die Ladebegebenheiten individuell an Type und Kapazität anpassen. Zudem kann man mehrere Akkus gleichzeitig laden. Die Lebensdauer der Akkus wird durch Verwendung eines externen Ladegeräts erhöht. Mehr dazu im Abschnitt „Der richtige Ladestrom“.

Ladegerät / Ladestation kaufen – was ist zu beachten?

Da es hier unzählige Geräte gibt, die zum Teil völlig unterschiedlich ausgelegt sind, sollte man kein X-beliebiges Ladegerät kaufen, sondern sich zuvor vergewissern, dass die Akkutype, die in der e-Zigarette verwendet wird, auch kompatibel zur Ladestation ist. Also vor der Bestellung auf jeden Fall die Gerätebeschreibung durchlesen und schauen, ob die jeweilige Akku-Type (z. B. Type 18650) verwendet werden kann. Die meisten modernen Ladegräte sind für die am häufigsten verwendeten Li-Ion/Ni-MH Akkus ausgelegt. Auch hier sollte man schauen, dass Akku und Ladegerät entsprechend zusammenpassen. Ebenfalls wichtige und sehr nützliche Features bei einem Ladegerät oder einer Ladestation sind eine automatische Abschaltung, wenn der Akku voll aufgeladen ist, sowie eine Erkennung nicht mehr aufladbarer bzw. defekter Akkus. Ein Verpolungsschutz (falls der Akku versehentlich falsch herum eingelegt wird) sowie eine LED-Statusanzeige sollten ebenfalls zur Standardausstattung gehören.

Der richtige Ladestrom

Damit ein Akku möglichst schnell, vollständig und dennoch schonend aufgeladen werden kann, muss der richtige Ladestrom fließen. Abhängig von der Akku-Type sind unterschiedliche Ladeströme erforderlich. Genau das ist die Aufgabe, die ein gutes Ladegerät übernehmen soll. Ansonsten könnte man den Akku zur Aufladung ja auch einfach eine fixe Spannungsquelle anschließen. Um die Lebensdauer eines Akkus maximal zu halten, muss der Ladestrom ausreichend hoch sein, damit der Ladevorgang nicht zu lange dauert. Er darf aber gleichzeitig nicht zu hoch sein, da der Akku sonst überhitzt bzw. überlastet wird.

Es gibt Ladegeräte, bei denen man den Ladestrom manuell vorwählen und an die jeweiligen Akkus anpassen kann, was mir persönlich jedoch unnötig und zu aufwendig erscheint. Ich empfehle deshalb Ladegeräte mit moderner „Intellicharge„-Funktion. Diese sind meist mikroprozessorgesteuert, funktionieren dynamisch und liefern automatisch den optimalen Ladestrom für die jeweilig gewählte Akku-Type und aktuelle Akku-Kapazität – so dass die Akkus in kürzester Zeit so schonend wie möglich aufgeladen werden. Falls ein Akku defekt sein sollte, wird dies erkannt und der Ladevorgang abgeschaltet.

Ladegerät oder Ladestation kaufen

Ladastationen und Ladegeräte

Was ist bei Akkus zu beachten?

Der geläufigste Akku für e-Zigaretten und Akkuträger ist die Type 18650. Etwas exotischer sind die  Typen 26650, 20700, 21700, 14500 und 18350. Die Art des Akkus hängt nicht nur von der jeweiligen Leistungsanforderung ab, sondern ist oftmals auch der Bauform des Dampfgeräts geschuldet.

18650er und 18350er Akku

Die Typenbezeichnung setzt sich am Beispiel 18650 wie folgt zusammen: ø = 18 mm, Länge = 65 mm, 0 = runde Bauform. Bei einer elektronischen Pfeife beispielsweise ist der Akku im Pfeifenkopf untergebracht und muss daher ausreichend kurz sein, damit er hineinpasst (z. B. 35 mm beim 18350er Akku, siehe Abbildung oben).

Folgende Punkte sollten beim Kauf beachtet werden:

  • Bitte verwendet ausschließlich die Akku-Typen, die in der Bedienungsanleitung der e-Zigarette empfohlen werden. Ganz wichtig sind hier (vor allem bei Subohm-Dampfern) die technischen Daten Stromkapazität (z. B. min. 2200 mAh) und der Entladestrom (z. B. 30 A). Liegen diese Daten unterhalb der empfohlenen Werte, wird der Akku permanent überlastet, da die e-Zigarette mehr Leistung anfordert als der Akku liefern kann. Dies birgt nicht nur Gefahren sondern wirkt sich zudem negativ auf die Akku-Lebensdauer aus.
  • Eine gute Qualität ist Grundvoraussetzung. Allzu billige Akkus aus Fernost sollte man schon alleine aus Sicherheitsgründen vermeiden. Zudem ist die Lebenswerwartung bei einem guten Markenprodukt vergleichsweise höher. Am besten auf das CE-Zeichen achten und nur hochwertige Markenprodukte bei seriösen Anbietern einkaufen.
  • Mechanische (sprich: ungeregelte) Akkuträger besitzen keinerlei interne Elektronik; Die Feuertaste wird hier 1 : 1 auf den Coil durchgeschaltet. Bei Verwendung von mechanischen Akkuträgern sollten die Akkus deshalb über eine interne Schutzschaltung (PCB / IC-Protection) gegen Kurzschluss, Überladung und Tiefentladung vefügen. Bei Verwendung von geregelten Akkuträgern übernimmt die interne Leistungselektronik diese Schutzfunktionen. Da es auch hier Ausnahmen gibt, bitte unbedingt die Akku-Type anhand der Bedienungsanleitung wählen.

Empfohlene Dampfer Akkus:

Akkus für E-Zigaretten

Akkus: Umgang und Lagerung

  • Inbetriebnahme: Nagelneue Akkus sollten vor dem ersten Gebrauch zuerst einmal vollständig aufgeladen werden.
  • Verbrauch Info 1: Je mehr Leistung an der e-Zigarette eingestellt wird, umso schneller muss der Akku neu geladen werden.
  • Verbrauch Info 2: Je geringer der Coil-Widerstand ist, umso schneller muss der Akku neu geladen werden.
  • Akku wann aufladen? Der idealste Zeitpunkt einen Akku wieder aufzuladen, ist bei einer Restkapazität zwischen 30 und 70 %.
  • Transport: Bitte die Akkus niemals lose in der Jacken- oder Hosentasche tragen. Bei etwaigem Eindringen von Flüssigkeiten oder falls sich ein Schlüsselbund oder sonstige Metallgegenstände in der Tasche befinden, besteht akute Kurzschluss- und somit Explosions- und Ausgasungsgefahr! Verwendet einfach die ggfs. beigefügten Schutzboxen zum Transport oder besorgt euch welche.
    Akku-Transportbox aus Kunststoff
  • Lagerung: Akkus sollten vorzugsweise kühl (z. B. im Keller oder Kühlschrank) und trocken gelagert werden. Bei langanhaltender Lagerung (> 1 Monat) wird außerdem empfohlen, dass die Akkus weder voll aufgeladen noch komplett entladen sind. Am besten ist hier ein Ladezustand von ca. 30 bis 40 %. Wird die e-Zigarette über längere Zeit nicht verwendet, ist es ratsam, den Akku zu entnehmen. Dies vermeidet etwaige Kriechströme, die den Akku tiefentladen und beschädigen können.
  • Mechanische Defekte: Akkus, deren Isolierung defekt bzw. beschädigt ist, sollten lieber ausgetauscht werden, da bei blanken Stellen Kurzschlussgefahr besteht. Ebenfalls entsorgt werden sollten Akkus mit sonstigen mechanischen Defekten oder Beschädigungen, z. B. Dellen, Beulen etc. Bitte keinesfalls das Gehäuse des Akkus öffnen oder am Akku herumlöten.
  • Lebensdauer: Nach maximal 500 Ladezyklen sollte ein Akku entsorgt und durch einen neuen ersetzt werden (abhängig von Geräteeinstellung und Dampfverhalten).
  • Entsorgung: Hinweise zur fachgerechten Entsorgung von Akkus und e-Zigaretten findet man hier >>