Backendampfen oder Lungendampfen?

Filed in Dampfer & e-Zigaretten Blog by on 22. Juli 2018 1 Comment

Dampferin beim Backendampfen

Umfrage zum Thema Zugtechnik

Da mich brennend interessiert, welche Art von Zugtechnik bei meinen Lesern bevorzugt wird, und wie viel Prozent Backen- bzw. Lungendampfer sind, habe ich folgende Umfrage eingebaut. Ich freue mich sehr auf eure Teilnahme :-)

Was für ein Dampfer-Typ bist Du?

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Zugtechniken beim Dampfen

Backendampfen, Lungendampfen, Hä?! Wer auf die e-Zigarette umsteigt, der wird von neuen fachspezifischen Wörtern und Audrücken förmlich erschlagen. Eine der am meisten gestellten Fragen lautet:

Was ist der Unterschied zwischen Backendampfen & Lungendampfen?

Diese Frage ist gerade zu Beginn des Dampfens elementar, denn Dampfer lassen sich generell in diese beiden Gruppen splitten. Die Entscheidung, ob man auf Backe oder auf Lunge dampft, hat ebenfalls Auswirkungen auf die Wahl des Dampfgeräts und des Liquids. Wer sich einmal fürs Backendampfen entschieden hat, weil es ihm besser liegt, der behält dies in der Regel auch so bei, was für den umgekehrten Fall – also für das Lungendampfen – genauso gilt. Prinzipiell hat diese Entscheidung auch Einfluss darauf, ob man es letztendlich schafft mit der e-Zigarette vom Rauchen loszukommen oder nicht. Zunächst möchte ich euch jedoch erst einmal die Unterschiede zwischen den beiden Zugtechniken erklären und mit einem Video veranschaulichen:

Backendampfen

Die verbreitete Meinung „Dampfen auf Backe ist dasselbe wie Paffen“ ist grundsätzlich falsch. Denn beim Backendampfen (auch MTL = Mouth to Lung genannt) geht man genau so vor, wie bei herkömmlichen Tabakzigaretten. Man inhaliert den Dampf und sammelt diesen im Mundraum an, bevor man ihn dann in einem Schwung in die Lunge inhaliert und dann wieder ausatmet. Der Mundraum bzw. „die Backen“ fungieren hier sozusagen als Zwischenstation. Da das Backendampfen zugtechnisch dem klassischen Rauchen am ehesten enstpricht, wird diese Variante von vielen ehemaligen Rauchern bevorzugt. Wer natürlich dennoch Paffen möchte, der kann das gern tun, aber dann wird es wohl nichts mit dem erwünschten Rauchstopp ;-)

Lungendampfen

Beim Lungendampfen (auch DTL = Direct to Lung genannt) wird der Dampf direkt in die Lunge inhaliert, ohne dass er zuvor im Mundraum angesammelt wurde. Das Prinzip funktioniert hier genau gleich wie beim normalen Einatmen von Sauerstoff bzw. wie beim Ziehen an einer Wasserpfeife (Sisha, Bong, etc.). Vor allem ehemalige Sisha-Raucher wählen deshalb öfters diese Variante. Letztendlich ist jedoch alles Geschmackssache und kann nicht pauschalisiert werden. Ich selber bin ebenfalls Lungendampfer, obwohl ich noch nie Sishas geraucht habe..

YouTube Video – Backendampfen / Lungendampfen:

Welcher Verdampfer für welche Zugtechnik?

Wie oben bereits erwähnt, sollte man sich je nach Zugtechnik für einen idealen Verdampfer bzw. ein dazu passendes Dampfgerät entscheiden.

Ideale Verdampfer fürs Dampfen auf Backe

Fürs Dampfen auf Backe eignen sich eher kleinere e-Zigarettenmodelle mit höheren Coil-Widerständen (ab 1,5 Ohm), z. B. Pen-Devices und eGos. Man kann alternativ auch größere Geräte verwenden und einen hochohmigeren Coil verwenden. Das bleibt jedem selbst überlassen. Der Dampf sollte jedenfalls höher verdichtet werden als beim Lungendampfen, damit er schön kompakt im Mundraum angesammelt werden kann. Ein etwas dünneres Mundstück unterstützt diese Anforderung ergänzend.

Wie im Video oben zu sehen ist, kann man auch eine Subohm-Dampfe (hier 0,4 Ohm) verwenden und dies über die Air-Flow-Control regeln. Die Luftzufuhr sollte dann quasi ganz zugedreht bzw. abgestellt werden. Wird keine Luft beigemengt, bleibt einem quasi gar nichts anderes übrig, als den Dampf solange im Mund anzusammeln, bis eine ausreichende Menge vorhanden ist.

Wahl des Liquids beim Backendampfen

Zum Backendampfen mit hochohmigeren Widerständen (ab 1 Ohm aufwärts) eignen sich VG-lastige Liquids nicht so gut, da diese zähflüssiger sind und die kleineren Coils verstopfen und verkleben können. Hier sollte man schauen, dass der PG-Anteil höher (also über 50 %, besser 70 bis 90 %) liegt. Da VG (vegetables Glycerin) verantwortlich für große Dampfwolken ist und dies beim Backendampfen sowieso keine Relevanz hat, kann man getrost auf zu hohe VG-Anteile verzichten. Das PG (Propylenglykol) dagegen ist für ein intensives Aroma verantwortlich, was Backendampfern eher entgegenkommt.

Wer nikotinhaltige Liquids verwenden will (was ja beim Umstieg vom Tabak zu Beginn ja sehr zu empfehlen ist), sollte die Nikotinstärke hier möglichst hoch wählen ( z. B. 12 oder 18 mg), damit ein ausreichend hoher Kick bzw. Hit gewährleistet ist. Dies soll verhindern, dass man aufgrund Nikotinmangels wieder zum Tabak greift.

Ideale Verdampfer fürs Dampfen auf Lunge

Wer sich fürs Lungendampfen entschieden hat, der ist mit einem Subohm-Verdampfer (kleiner 1 Ohm) am besten bedient. Damit der Dampf, der ja direkt und ohne Umwege in die Lunge wandert, schön voluminös und angenehm kühl ist, sollte man hier die Luftzufuhr bzw. die Air-Flow-Control weiter bis ganz aufdrehen. Ein hochverdichteter Dampf ist hier nämlich nicht erwünscht, weil dieser dann zu stickig ist und einen unangenehmen Hustenreiz auslösen kann. Das Dampfgerät (e-Zigarette, Akkuträger) sowie die dazugehörigen Akkus sollten bei niederohmigen Verdampfern prinzipiell etwas größer und mit ausreichend hoher Leistung ausgestattet sein, weil der der Verbrauch hier weitaus höher liegt als bei hochohmigen Verdampfern.

Ebenfalls gut geeignet sind Tröpfler, die eigentlich auschließlich für riesige Dampfwolken und das Dampfen auf Lunge konzipiert wurden. Auch hier sollte man so viel Luft wie möglich beimengen um ein angenehmes Volumen des „Dampf-Luft-Gemischs“ zu erreichen. Tröpfler-Verdampfer werden auch bevorzugt von sogenannten „Cloud-Chasern“ verwendet, die damit irre Wolkengebilde (z. B. Formen und Figuren) erzeugen können und damit eine völlig neuartige Form der Kunst erschaffen haben.

Wahl des Liquids beim Lungendampfen

Da beim Lungendampfen niederohmige Coil-Widerstände unter 1 Ohm Anwendung finden, eignen sich die etwas dickflüssigeren, VG-lastigen Liquids besser, da diese nicht so amromaintensiv sind und zudem bessere Wolken erzeugen können. Wer dennoch gern viel Aroma mag, kann trotzdem auch Liquid mit 50 % PG / 50 % VG verwenden, das ist hier jedenfalls reine Gechmacksache. Prinzipiell gilt; mehr PG = mehr Aroma und mehr VG = mehr Dampf. Subohm-Verdampfer verarbeiten beide Varianten sehr gut. Für Tröpfler empfehle ich ich klar einen VG-Anteil ab 70 %, da hier ja auch voluminösere Wolken im Vordergrund stehen.

Beim Lungendampfen kann man (falls überhaupt erwünscht) die Nikotinstärke geringer halten (ca. 0,3 bis 0,6 mg), da durch das voluminöse Dampf-Luft-Gemisch und die angenehme Kühle beim Einatmen stets ein ausreichender Kick / Hit gewährleistet sein sollte.

Comments (1)

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  1. Andreas sagt:

    Mein Fazit zum Dampfer-Voting: Überaschend für mich ist die relativ hohe Anzahl von „Mal so, mal so“ Dampfern. Diese Option war eigentlich gar nicht vorgesehen. Nachdem ich in einer Dampfergruppe darauf hingewiesen wurde, habe ich sie ergänzt – und siehe da… ;-) Ebenfalls hätte ich anteilig mit einer höheren Zahl von Backendampfern gerechnet. Interessantes Zwischenergebnis, wie ich finde. Freue mich, wenn Ihr diese Seite teilt und natürlich auch über eure Kommentare.

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