Mit Hypnose das Rauchen abgewöhnen

Filed in Nichtraucher werden by on 6. Februar 2015

Hypnose-Therapie für Raucher

Therapeut und Patient: Mittels Hypnose zum Nichtraucher?Wer kennt ihn nicht: „Mit dem Rauchen aufzuhören, ist ganz leicht – ich habe es schon etliche Male gemacht!“ Ein kleiner Witz, der gut verdeutlicht, dass es alles andere als einfach ist, das Rauchen aufzugeben. Insbesondere diejenigen, die es schon etliche Male VERSUCHT haben, wissen darum, wie herausfordernd der Weg zum Nichtraucher sein kann.

Effektive Unterstützung bei der Rauchentwöhnung verspricht die Hypnose – eine Methode, die besonders in den letzten Jahren immer populärer wurde. Der folgende Text möchte sich mit der Frage beschäftigen, wie vielversprechend diese Methode ist und was es hierbei zu berücksichtigen gilt.

Hypnose – was ist das eigentlich?

Das erklärte Ziel einer Hypnose ist es, den Patienten in Trance zu versetzen; ein Zustand, der am ehesten mit jenem Zaudern vergleichbar ist, in dem man sich während des Einschlafens bzw. Aufwachens befindet. Der Hypnotisierte ist währenddessen vollkommen entspannt, bleibt dabei aber konzentriert und aufnahmefähig. Das liegt daran, dass der rationale und bewusste Anteil des menschlichen Geistes während einer Trance in den Hintergrund tritt. Stattdessen kommt das Unbewusste zum Vorschein und mit ihm alle Gefühle, Erinnerungen und Gewohnheiten, die im normalen Zustand nur latent aktiv und nicht bewusst zugänglich sind. Die Idee ist nun, die dort verborgenen Inhalte während der Hypnose zu aktivieren und nach Möglichkeit ins Positive zu verändern: Erinnerungen hervorholen und verarbeiten, Gefühle verstehen und uminterpretieren oder eben leidige Gewohnheiten aufbrechen und neue einarbeiten.

Wie gehen Hypnotherapeuten vor?

  • Jede Hypnotherapie beginnt mit einer Anamnese. Hierbei möchte der Therapeut mehr über den Menschen und sein individuelles Rauchverhalten erfahren, um sich ein ausführliches Bild von den Beweggründen und den zugrunde liegenden Motiven machen zu können. Zudem besteht in der ersten Sitzung die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich als Klient detailliert über die Vorgehensweise des Therapeuten informieren zu lassen.
  • Während der tatsächlichen Hypnose versucht der Hypnotiseur, den Klient im Trancezustand vom Rauchen zu entwöhnen. Dies geschieht mittels der Bearbeitung und Infragestellung unbewusster Inhalte, wie bereits im vorherigen Abschnitt geschildert wurde. Häufig reicht eine Sitzung nicht aus, um das Problem zu behandeln – davon sollte man sich jedoch nicht entmutigen lassen.
  • Nach erfolgreicher Hypnose folgt in der Regel eine Sitzung zur Nachbereitung und Generalisierung. Das heißt, dass die im Trancezustand erzielten Fortschritte gefestigt und in den Alltag transferiert werden, um dauerhaften Erfolg zu gewährleisten.

Wie effektiv ist die Methode?

Hypnotherapie findet nicht nur zur Rauchentwöhnung Anwendung – auch bei vielen anderen körperlichen und seelischen Leiden wird diese Therapieform herangezogen. Mittlerweile existieren zahlreiche Studien, die die Wirksamkeit von Hypnose beweisen. Beispielsweise konnte die MEG Tübingen in einer Studie belegen, dass die Hypnosetherapie zur Rauchentwöhnung als sehr effektiv einzustufen ist. Schon nach drei Sitzungen konnte eine Abstinenzrate von ca. 90 Prozent verzeichnet werden. Darüber hinaus ist der Effekt durchaus langfristig anzusiedeln: Nach drei bzw. zwölf Monaten waren noch gut zwei Drittel bzw. fast die Hälfte der Hypnotisierten rauchfrei.

Wer übernimmt die anfallenden Kosten?

Im Regelfall sind die Kosten für eine Hypnotherapie selbst zu tragen. Krankenkassen übernehmen nur in äußerst seltenen Fällen die gesamten Kosten oder bezuschussen eine Rauchentwöhnung durch Hypnose. Allerdings kann es nicht schaden, im Einzelfall den Leistungskatalog der jeweiligen Kasse genau durchzusehen oder direkt nachzufragen.

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