Review zur LYNDEN NOW e-Zigarette

Filed in e-Zigaretten Testberichte by on 23. November 2015 5 Comments

Die Subohm e-Zigarette für Einsteiger

Lynden Now VerpackungHeute habe ich die brandneue – letzte Woche erst erschienene – Lynden Now erhalten, die mir freundlicherweise vom Hersteller für ein sachlich-objektives Review zur Verfügung gestellt wurde. Das neue Modell der Firma Lynden wurde in Berlin entwickelt und verspricht ordentlich Dampf, der mit einem 30 Watt „Power Control“ Output konstant geregelt wird. Ebenfalls wird die Temperatur automatisch konstant gehalten, was für einen gleichmäßigen, angenehm warmen Dampf sorgt – ohne dass die e-Zigarette dabei überhitzt. Der 1100 mAh Akku erzeugt – im Gegensatz zu den vielfach bei sonstigen Pen-Devices verwendeten 650 mAh Akkus – eine ordentliche Dampfpower und sollte ca. 1 bis 2 Tankfüllungen lang halten. Der Tank kann mit 2 ml e-Liquid befüllt werden. Durch den niederohmigen Verdampfer-Widerstand von 0,5 Ohm werden auch Liquids mit hohem VG-Anteil prima verarbeitet, ohne dass der Verdampfer verklebt.

Dies ist vor allem für Dampfer wichtig, die allergisch auf PG (Propylenglykol) reagieren, davon Reizhusten oder ein Kratzen im Hals bekommen.

So, genug Vorgeplänkel – kommen wir nun zum eigentlichen Review:

Lynden Now Starterkit: Ausstattung & Preis

Der Preis für das Lynden Now Starterkit beträgt bei PowerCigs 39,95 Euro, was ich bei der starken Dampfleistung und den brauchbaren Features als sehr angemessen – wenn nicht sogar günstig – bezeichnen würde.

Lynden Now Starterkit: Lieferumfang

Die Lynden Now beinhaltet im Starterkit folgende Komponenten:

  • 1 e-Zigarette + Verdampfer (Ø 19 mm, 0,5 Ohm)
  • 1 Akku (Ø 19 mm) mit 1100 mAh Kapazität
  • 1 Tank aus Glas mit 2 ml Füllmenge
  • 1 Ersatz-Verdampferkopf (ebenfalls 0,5 Ohm)
  • 1 USB-Ladekabel* (weiss) mit Mikro-USB-Ausgang
  • 1 Fläschchen „Lynden RED-USA-MIX“ Liquid (10 ml)

*) Leider ist kein Netzteil für die Steckdose enthalten (nur ein USB-Ladekabel). Für Menschen, die oft am Computer sitzen ist das jedoch kein Problem, USB-Ports gibt es ja an jedem Rechner. Zudem kann die e-Zigarette während des Akku-Ladevorgangs benutzt werden (Pass-Through-Betrieb).

Verpackung und optische Eindrücke

Die Verpackungsbox besteht aus einer durchsichtigen Kunststofffolie, umgeben mit einem bedruckten Karton. Sie macht einen stabilen Eindruck, ist aber wohl weniger als Daueraufbewahrungsort zu verstehen, sondern eher als Einwegverpackung. Wichtig ist, dass die e-Zigarette optimal geschützt ist und unversehrt ankommt, was hier auf jeden Fall gegeben ist. Die e-Zigarette selbst ist komplett aus silber-farbenem Metall und macht im zusammengeschraubten Zustand einen sehr edlen und dennoch kompakten Eindruck. Mit ihrem Durchmesser von 19 Millimetern ist sie etwas dicker als konventionelle Pen-Devices mit den sonst üblichen 14 Millimetern. Durch die kurze Bauform (Länge nur 112,5 Millimeter) eignet sie sich ideal für die Hosentasche. Das Tank-Sichfenster ist ausreichend breit zur Kontrolle des Liquid-Füllstands.

Technische Ausstattung und Bedienelemente

„Air Flow“ (Air Control = Regelung der Luftzufuhr)

lynden-now-bedienelemente

Ergänzend zum oben bereits erwähnten 30 Watt „Power Control“ Ausgang mit automatischer Regelung besitzt die Lynden Now noch einen „Air-Flow“-Regler, mit dem man die Luftzufuhr manuell regeln kann, die während des Inhalierens beigemengt werden soll. Hierzu dreht man einfach den Metallring (siehe Abbildung) nach rechts oder links. Ist der Lüftungsschlitz komplett geschlossen, wird keine Luft zugeführt, bei Drehung in die andere Richtung öffnet sich der Schlitz, wodurch das „Air-Flow“ individuell geregelt werden kann. Hierdurch lässt sich die Geschmacksintensität sowie die Dampfentwicklung beeinflussen. Ich persönlich empfinde eine möglichst offene Luftzufuhr als angenehmer, die Züge wirken so erfrischender und weniger stickig.

Befüllen der Lynden Now

Wichtig: Vor den ersten Zügen, bitte den Tank mit ausreichend befüllen, die e-Zigarette komplett zusammenbauen und dem Verdampfer ein bis zwei Minuten Zeit geben, damit er sich mit Liquid vollsaugen kann und nicht durchbrennt. Hierzu am besten die e-Zigarette so aufstellen, so dass das Mundstück nach oben zeigt. Bei neuen Coils kann man auch ein paar Tropfen Liquid direkt auf den Verdampferkopf träufeln, um diesen Vorgang etwas zu beschleunigen.

Da der Verdampfer durchbrennt, wenn zu wenig Liquid enthalten ist, bitte folgendes beachten:

  • Bitte die Now niemals bei leerem Tank einschalten bzw. daran ziehen.
  • Bitte stets auf den Füllstand achten, da der 2 ml Tank bei 0,5 Ohm / 30 Watt Dampfpower recht schnell leer sein kann.

Lynden Now Ein- und Ausschalten

Ist der Tank befüllt, kanns auch schon losgehen, denn der Akku ist bereits werksseitig aufgeladen, so dass keine unnötigen Wartezeiten entstehen. Das Ein- und Ausschalten erfolgt über das allseits bekannte „eGo“ 5-Klick-Verfahren (5 x schnell hintereinander klicken = On / 5 x klicken wiederholen = OFF). Diese Variante hat sich als Sicherheitsfunktion bewährt, da so die e-Zigarette nicht versehentlich in der Jacken- oder Hosentasche eingeschaltet werden kann.

Welche Liquids kann ich mit der Lynden Now dampfen?

Grundsätzlich eignet sich die Now für alle gängigen Liquidsorten zum Nachfüllen. Aufgrund seines Tanks mit Glasfenstern können auch aggressive e-Liquids (z. B. mit Methol, Cola, zitrusfruchthaltige Liquids oder sonstige Sorten mit hohem Gehalt an Triacetin) problemlos gedampft werden.

Dampfentwicklung der Lynden Now im Test:

Das Gerät macht wirklich ordentlich Dampf, so wie es in dieser Preiskategorie nur selten der Fall ist. Durch den niederohmigen Verdampferwiderstand, in Kombination mit einem starken Akku und der geregelten 30 Watt Power bleiben keine Wünsche offen. Selbst kurze Züge, wie man sie von konventionellen Zigaretten her kennt, sorgen für eine mächtige Wolke und einen ordentlichen Kick / Flash / Hit. Dies bestätigt mir persönlich, dass die Now in einer ganz anderen Dampf-Liga spielt, als sonstige eGos und Taschengeräte mit beispielsweise 1,5 Ohm Verdampfern und 650 mAh Akkus. Das nachfolgende Video soll die Dampfentwicklung ergänzend veranschaulichen, denn eine Wolke lässt sich in Worten nur schwer detailliert beschreiben ;-)

Vor- und Nachteile der Lynden Now zusammengefasst:

Vorteile:

  • Mächtige Dampfentwicklung
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Regelbare Luftzufuhr (Air Control)
  • Konstantes Inhalieren durch geregelte 30 Watt Power
  • Hohe Kompatibilität durch genormte 510er Gewinde
  • Starker 1100 mAh Akku mit USB-Anschluss
  • „Pass-Through“-Funktion (Dampfen während des Aufladens möglich)
  • Tank mit Glasfenstern (auch für aggressive Liquids geeignet)
  • 10 ml Liquid und 2 Verdampferköpfe im Starterkit enthalten

Nachteile:

  • Tank (2 ml) könnte durchaus größer sein
    (ist aber durch die neue Tabakverordnung TPD2 so geregelt)
  • Beim Einfüllen muss man sehr aufpassen, da der Hohlraum recht schmal ist.
  • Hoher Strom- und Liquidverbrauch aufgrund des niederohmigen Verdampfers
  • Nur per USB aufladbar (kein Netzteil für die Steckdose)

Ergänzend empfehle ich den Testbericht der neu erschienenen LYNDEN AIR 

Fazit meines Reviews:

Die Lynden Now ist eine kompakte e-Zigarette, die sich vor allem zur bequemen Mitnahme in der Jacken- oder Hosentasche eignet. Im Gegensatz zu sonstigen Modellen dieser Bauform und Preisklasse macht sie jedoch einen so überzeugenden Dampf, dass auch die Herzen von Dampfprofis höher schlagen. Ich sehe die Now quasi als unauffälliges Monster-Dampfgerät, dessen Kick so gewaltig ist, dass ein ehemaliger Raucher keinerlei Grund mehr haben muss, auch nur im Entfernesten an eine Tabakzigarette zu denken. Sehr gelungen finde ich auch die Bedienelemente – vor allem aufgrund der zuschalt- bzw. regelbaren Luftzufuhr, die einem mehr Möglichkeiten für den idealen Kick bietet als eine rein statische e-Zigarette mit reiner Ein/Aus-Funktion. Cool finde ich auch die Möglichkeit, während des Ladevorgangs weiterzudampfen, was mir im Büro am PC sehr entgegenkommt. Aufgrund der „Pass-Throug“-Technologie muss der Akku nämlich nicht abgeschraubt werden, da er über eine Mini-USB-Buchse aufgeladen wird.

Ansich bin ich von diesem Modell wirklich begeistert, jedoch gibt es auch eine Kleinigkeit zu bemängeln: Von mir aus hätte der Tank durchaus 4 ml Fassungsvermögen – bei doppelter Länge (also 60 statt 30 mm) – haben können, so kämen auch starke Dampfer bequem mit einer Füllung durch den Tag. Dies liegt aber nicht an der Sparsamkeit des Herstellers, sondern an der neuen EU Tabakverordnung (TPD2), die besagt dass ein e-Zigarettentank maximal 2 ml Füllmenge aufweisen darf, sobald Liquid in der Lieferung enthalten ist. Diese fragwürdige Verordnung gilt allerdings nicht für nachfüllbare Ersatztanks, bei denen kein Liquid mitgeliefert wird. Wem der aktuell enthaltene Tank also zu klein ist, der kann sich aufgrund des genormten 510er Gewindes problemlos einen größeren Tank beschaffen, den es in jedem e-Zigaretten-Fachhandel als Einzel- oder Ersatzteil zu kaufen gibt. Vielleicht bessert Lynden ja auch nach und bringt die Now irgendwann als Edition ohne Liquidfläschchen und mit größerem Tank auf den Markt, dann wäre das auch konform zur neuen Tabakrichtlinie. Die Now wäre dann immer noch um ca. 10 mm kürzer als beipielsweise die Kangertech EVOD 2  :-)

Weitere Infos zur Lynden Now

Wer mehr über dieses Produkt erfahren möchte, findet alle notwendigen Informationen auf der Webseite des Herstellers. Dieses und viele weitere Produkte findet man beim Hersteller selbst oder durch Eingabe der Typenbezeichnung bei

Weiterführender Link zur neuen EU-Tabakrichtlinie:

Comments (5)

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  1. Monja sagt:

    Das gleiche Problem hab ich auch da ich die now ab und an benutze …weil die sieft ….gekauft Oktober …reklamiert ….Antwort zu dumm zum nutzen ….also denke ich mein Fehler ….. Hätte also beim Händler mehr Druck machen müssen …schade jetzt kann ich nichts mehr machen

  2. Frank Wange sagt:

    Hallo,

    ich habe am Ostersamstag in einem Tabakladen im Kaufland zwei Sets gekauft um das Rauchen aufzugeben. Seit Ostermontag bin ich nun rauchfrei (vorher 42 lange Raucherjahre mit starken selbstgedrehten). Soviel zum positiven. Die erste Lynden Now gab nach zwei Wochen den Geist auf, weil der Feuertaster nicht mehr funktionierte. Die Dame im Tabakladen hat mir ohne Probleme das geld zurück erstattet. Die zweite lynden ist mir in meiner. Arbeitstasche ausgegast, wobei ich zum glück mit einer brandblase an der hand davon gekommen bin. Mittlerweile habe ich eine evic vt, eine kbox, diverse Verdampfer und neuerdings eine ijust2 und der hwv ist noch lange nicht befriedigt, als nächstes ist schon der Kauf einer Kanger dripbox in Planung.

    Trotz des eher unglücklichen Anfangs bin ich mit ganzem Herzen Dampfer geworden, wickle und mische mittlerweile selbst und denke nicht im Traum mehr an Zigaretten. (Frei nach Peter Fox singe ich „sollte ich noch einmal rauchen, hau ich mir ne Axt ins Bein“). Aber trotz allem bin ich der Meinung, dass ein Gerät wie die Lynden Now nur dazu geeignet ist, Anfänger vom dampfen abzuschrecken. Wir können es bestimmt in der derzeitigen schwierigen Lage nicht gebrauchen, dass so ein Ding irgendwo richtig Schaden anrichtet, und die Bildzeitung und RTL davon berichten.

    In diesem sinne Gut Dampf
    Frank Wange

  3. Ercan/PC sagt:

    Hallo Thomas, das ist tatsächlich nicht im Sinne des Erfinders.
    Die NOW ist in der Regel dicht, zuverlässig und läuft einwandfrei.

    Setz‘ dich doch bitte mit uns in Verbindung, per Mail oder Telefon (www.powercigs.net)
    Klingt so, als ob das Gerät defekt wäre, dann tauschen wir es selbstverständlich aus.

    Viele Grüße
    Er./PowerCigs

  4. Andreas sagt:

    Hallo Thomas, vielen Dank für Deinen Kommentar. Konstruktive Kritik ist bei mir immer willkommen :-) Wie Du oben im Bericht siehst, habe ich ja nicht nur positive Punkte, sondern auch negative aufgezählt. Das mit dem dünnen Rand bzw. der zu schmalen Einfüllmöglichkeit habe ich oben nun ergänzt. Mir selber fiel das gar nicht auf, da ich vor dem Zeitpunkt des Berichts nur schmale Pens und (noch) keine Subohm-Geräte bzw. größere e-Zigs besaß. Von daher war ich enge Einfüllmöglichkeiten gewohnt, bzw. störte mich nicht daran. Die NOW war mein erstes Subohm-Gerät und auch die erste, die mehr als 14 Millimeter Durchmesser hatte. Somit ist Dein Einwand völlig korrekt, und ich habe das (wie erwähnt) nachgetragen.

    Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, dass die NOW undicht sein soll. Ich habe mir bereits ein zweites Exemplar bestellt, welches (so wie das erste) absolut dicht ist. Die erste NOW fiel mir unglücklich auf den Steinboden, was ein defektes Gewinde zur Folge hatte :-( Meine eigene Schuld. Wenn die NOW undicht oder ich nicht mir ihr zufrieden gewesen wäre, hätte ich mir sicherlich nicht noch eine gekauft. Deshalb gehe ich bei Dir von einem fehlerhaften Exemplar aus und würde mich an Deiner Stelle direkt an den Hersteller bzw. PowerCigs wenden und reklamieren. Ich denke, die haben sicherlich ein offenes Ohr für Dein Anliegen. Einfach mal den Support anrufen oder eine kurze E-Mail schreiben…

    Beste Grüße Andreas

  5. Thomas sagt:

    Man sollte allerdings auch erwähnen, das sich das Liquid gern mal den Weg durch die einstellbare Luftzufuhr Öffnung sucht. Im Prinzip ist es eine tolle E-Zigarette, doch es macht keinen Spaß mehr, wenn überall das Liquid am Gerät und schließlich auch an den Fingern hängt. Sogar wenn sich die E-Zigarette aufrecht in der Jackentasche für Kugelschreiber befindet gibt es diese Sauerei. Leider ist auch der Tank nicht so optimal zu befüllen, denn der Rand für’s Liquid ist recht dünn, passt man nicht auf, läuft das Liquid geradewegs in die Ansaugöffnung zum Mundstück. Ich denke solche negativen Dinge dürfen bei einem fairen Test nicht verheimlicht werden !

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