TPD2 mit Werbeverbot für E-Zigaretten

Filed in Dampfer & e-Zigaretten Blog by on 19. Mai 2016 7 Comments

Das Werbeverbot und die Ohnmacht der Händler & Hersteller

Werbeverbot für E-Zigaretten

Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum sich die Hersteller und Händler nicht zusammentun und sich gegen das Werbeverbot bzw. gegen die ganzen schwachsinnigen Regelungen der TPD2 (ähm, des neuen Tabakgesetzes) wehren. Es gäbe zahlreiche Argumente dagegen und die Chancen stünden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit recht gut. Dass alle einfach kuschen und sich gefallen lassen, dass ihre Existenzgrundlage zerstört wird, ist kaum zu fassen. Und das alles wegen bezahlten Lobbyisten, die ahnungslose Politiker beinflusst und somit dieses Gesetz mit einigen brauchbaren Features, aber etlichem Schwachsinn, überhaupt erst ermöglicht haben. Meine Partner haben heute sämtliche E-Zig Affiliate-Programme ohne jegliche Vorankündigung einfach abgeschaltet. Mimimi… Dabei haben sich viele Publisher noch tagelang die Mühe gemacht, ihre Seiten so anzupassen, dass sie konform sind. Jetzt muss ich euch Händler und Hersteller mal direkt ansprechen. Ich dachte eigentlich, dass noch vor dem 20. Mai etwas von eurer Seite aus passiert, aber nichts ist passiert…

Also, jetzt mal Butter bei die Fische:

  • Werbung ist nur verboten, solange sie Erzeugnisse (also Produkte) bewirbt. Dies hat der Gesetzgeber nicht umsonst im §2 Absatz 6 so einschränkend formuliert. Jeder Händler hat nach wie vor das Recht, Image-Werbung zu betreiben.
  • Bannerwerbung für Händlerseiten ist also nach wie vor möglich, sofern sie keine Erzeugnisse bewirbt.
  • So sehe nicht nur ich das, sondern auch einige andere Blogger und sogar Juristen, was natürlich noch nichts heisst.
  • Wer nicht wirbt, stirbt… und bevor es soweit ist, sollte man trotzdem etwas dagegen unternehmen oder es zumindest versuchen.

Lieber gebt Ihr euer Geld für die Umstellung auf diesen Schwachsinn um, anstatt es für eine Klage zu verwenden? Hm… tja…

Welche Gründe/Argumente sprechen dafür, endlich gegen das Gesetz vorzugehen?

Ich bin zwar kein Jurist, aber ich sags euch:

  1. Staaten der EU können nicht einfach ein Werbeverbot erlassen, während andere EU-Staaten das nicht tun. Dies stellt einen klaren Wettbewerbsnachteil dar (in dem Fall für euch deutsche Händler und Hersteller). Das verstößt eindeutig gegen das Gleichheitsprinzip und zudem gegen die – bei uns so hochgelobte – Meinungsfreiheit.
  2. Das Gesetz wurde auf Grundlage von Befangenheit von sogenannten „Experten“ durchgesetzt, die zum Teil  Lobbyisten der Pharmaindustrie sind und z. T. auch schon mehrfach in aller Öffentlichkeit beim Lügen ertappt wurden. Gleichzeitig ignoriert man echte Wissenschaftler (z. B. Prof. Dr. Bernhard Mayer aus Graz), die mit Studien die Unbedenklichkeit der E-Zigaretten nachgewiesen haben.
  3. Auch britische Studien belegen, dass die E-Zig um ÜBER 95 % weniger schädlich ist als Tabak und die renommierteste Ärzteorganisation der Welt „Royal College of Physicians“ empfiehlt ausdrücklich den Umstieg auf die vielfach unschädlichere E-Zigarette die (Zitat) „ein Segen“ ist.
  4. Werbeverbot für nikotinfreie Liquids? Die Argumente dafür sind so haarstäubend, dass man damit auch Trinkwasser, Obst, Gemüse und Salat verbieten könnte. Die Aromen sind in Lebensmitteln zugelassen und verdampfen in jeder Küche! PG verdampft in jeder Disko und bei jedem Konzert. Und selbst mit Nikotin ist das ein Nonsens, da Nikotin vergleichbar mit Koffein ist. Es wurden bislang keine Nachweise gebracht, dass Nikotin krebserregendend ist. In den geringen Dosen ist es ein relativ ungefährliches Genussmittel, sonst nichts.
  5. Mittlerweile rudern sogar schon die Medien zurück und bringen vermehrt positive oder zumindest sachlich objektivere Berichte übers Dampfen. Zumindest werden jetzt nicht mehr nur einfach Pressetexte der Lobby per Copy & Paste weiterverbreitet, ohne zu recherchieren.
  6. Das neue Tabakgesetz ist aufgrund zahlreicher Ahnungslosen, die das mit zu verantworten haben, so schwammig und unverständlich formuliert, dass es kein Mensch umsetzen kann und nur höchstrichterliche Entscheidungen im Laufe der Zeit Klarheit bringen werden bzw. können. Bis dahin werden leider viele von euch bereits den Bach runtergegangen sein, denn ohne Werbung (die Ihr euch ja ohne zu Mucken verbieten lassen habt)  sehe ich schwarz, vor allem für kleine oder mittelständische Unternehmen. Schade.
  7. Wenn die e-Zigarette unter das Tabakgesetz fällt (obwohl sie mit Tabak aber auch rein gar nichts zu tun hat), dann müsste man Kaffee und Tee genauso behandeln. Das sind ebenfalls Genussmittel und sie enthalten Giftstoffe.
  8. Sich das alles gefallen zu lassen, grenzt an Wahnsinn oder ist nur mit deutschen Duckmäusertum zu erklären.

Jetzt blendet mal den Wettbewerbsgedanken für eine Weile aus (es betrifft euch ja alle!), fasst euch an die Hose, schaut nach ob da noch was zu finden ist und gebt Gas, solange die Portokasse noch was hergibt. Zusammen seid Ihr stark. Dass wir kleinen Blogger das – alleine aus finanziellen Gründen – nicht können, sollte klar sein. Wir sind sowieso die, die am meisten unter dem Werbeverbot zu leiden haben. Wir haben jahrelang Arbeit und Herzblut investiert und zeitlich sowieso draufgelegt. Jetzt nimmt man uns quasi alles, von einem Tag auf den anderen. Die einzige Alternative ist, themenfremde Werbung einzubinden – aber damit ist die Motivation für neue Infos und Artikel wohl begraben. Das Nachsehen hat letztendlich der Verbraucher.

Umfrage: Sollten sich Händler/Hersteller zusammentun und gegen das Werbeverbot klagen?

Bitte anhaken. Danke fürs mitmachen...

    Natürlich sind alle hier genannten Punkte meine höchstpersönliche Meinung und auf gar keinen Fall eine Rechtsberatung, auf die sich irgend jemand berufen kann. Ich bin wie gesagt kein Jurist und schreibe hier nur, was ich denke. Aber das musste jetzt einfach mal raus…

     

    Comments (7)

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    1. Steamposer sagt:

      Markus Jeschar – habe deinen Kommentar jetzt gerade (auch wenn’s Zeit mäßig etwas auseinander liegt^^) gelesen und kann Dir nur laut schreiend zu stimmen.

      Dir Andreas möchte ich danken das du wie so viele Leute schon vor dir darauf aufmerksam machst das wir viel erreichen könnten wenn man sich zusammen schließen würde. Leider herrscht hier in Deutschland die allgemeine Meinung: Was kann ich schon machen, das ist eben so, das gibt nur Ärger.

      Mein Moto ist immer, der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

      In diesem Sinne ..

    2. Andreas sagt:

      Vielen Dank GuterMann :-)

    3. GuterMann sagt:

      E Zigaretten Konzerne haben 2016 200 mio Umsatz gemacht und es wird jährlich immer mehr ! Auch kranke Menschen die unter Nikotin sucht leben wanden sich an dieser e zigarette genau wie ich Damals

      Ich kann das nicht Fassen ich Hoffe das wird nicht durchkommen.

      Tolle Seite und ein wirklich toller Blog , kann ich nur empfehlen.. macht spaß deine beiträge zu lesen

      e-zigarette-ohne-nikotin.de

    4. GuterMann sagt:

      Schwachsinn, nur weil Tabakkonzerne momentan minus machen. E-Zigaretten verbessern deutlich die Lebenserwartung das kann ich bestätigen.

      Bin seit 2013 Nikotinfreier e Dampfer

    5. markus jeschar sagt:

      Um Himmels Willen! Am Ende steigen die ganzen Raucher noch auf die Dampfe um. Wovon sollen dann in Zukunft die Unternehmen leben, die uns Nikotinpflaster und Kaugummis verkaufen. Was machen dann die ganzen Ärzte die jetzt Raucherbeine amputieren? Wer soll die Renten bezahlen für Menschen die plötzlich gesünder und länger leben?

      Mir sagte ein behandelnder Arzt einer Entgiftungsklinik vor wenigen Jahren, als ich ihn darauf Ansprach. Diese Meinung haben mir viele führende Ärzte, die in der Suchttherapie tätig sind bestätigt. „Vergessen sie bitte nicht, daß sie sich da mit einer sehr mächtigen Lobby anlegen und daran sind schon viele Gesundheitsminister gescheitert.“

      Zum Glück hat Jeder von uns die Möglichkeit sich dem System zu entziehen und nicht alles zu fressen was einem aufgetischt wird.

      „Beachten sie bitte, daß die heutige Medizin in erster Linie einen Wirtschaftsfaktor darstellt in dem Geld verdient und Menschen beschäftigt werden.“

      Deshalb heißt ein Krankenhaus auch nicht Genesungsanstalt. Mit den Krankheiten wird das Geld verdient und nicht mit der Genesung kranker Menschen.

      Das ist wirklich eine sehr kranke Gesellschaft, die nicht weiß wie man mit dem Wohl von Menschen Geld verdient sondern nur mit ihrem Leiden aber das erleben wir ja auch im Bereich Kinder und Bildung. Da wird immer nur darüber geredet wie wichtig es ist und das Geld geht am Ende woanders hin.
      Ich will hier jetzt kein politisches Forum draus machen aber am Ende geht es eben doch immer wieder um die Systemfrage. Wer hat etwas davon? Wer hat ein Motiv?

    6. Diana Knabe sagt:

      Rätsel löst man indem man sich mit dem Thema in die richtige Richtung befasst. Selbstverständlich geht eine Klage raus. Man kann aber nur gegen ein bestehendes, nicht gegen ein geplantes Gesetz Klagen.

    7. Bettina Gross sagt:

      Man konnte nicht vorher dagegen vorgehen / klagen…. BEVOR das Gesetz erlassen wurde. BEVOR das Gesetz in Kraft tritt kann man rechtlich nicht vorgehen.

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