e-Liquids – Das beste Aroma finden

Filed in Dampfer & e-Zigaretten Blog by on 6. Dezember 2015 2 Comments

Wer als Raucher auf e-Zigaretten umsteigt, sich zum ersten mal ein e-Liquid kaufen und das ideale Aroma finden möchte, steht zunächst vor einer schwierigen Aufgabe. Zum einen ist man an den Geschmack seiner jahrelang geliebten Zigarettenmarke so gewöhnt, dass eine gewisse geschmackliche Verbohrtheit nichts Außergewöhnliches ist. Zum anderen bietet der Markt so viele Liquidsorten, Geschmacksvarianten und Aromen, dass es an ein Wunder grenzen würde, wenn einem der erste Versuch gleich so gut schmeckt, dass man dauerhaft bei dieser Sorte bleibt.

Das ideale Liquid finden - eine schiwerige Aufgabe...

Ich persönlich habe fast zwei Monate gebraucht, um ein paar Sorten herauszufinden, die mir super schmecken und genau das geben, was ich mir von der e-Zigarette als Kompensation zum Tabak verspreche. In diesem Artikel schildere ich, wie ich meinen individuellen Geschmack herausgefunden habe und gebe anderen Einsteigern vielleicht die notwendigen Tipps wie auch sie das beste Aroma finden können, ohne sich dafür gleich in Unkosten stürzen zu müsssen.

Wie ich mein Lieblings-Liquid gefunden habe

Ich hatte das Glück, gleich am Anfang auf einen sehr gut sortierten Onlineshop (Liquid-Schmiede.de) zu stoßen, der auch Laien wie mir die Möglichkeit bot, Liquids individuell zu mischen. Und das ohne jeglichen Aufwand und ohne sich dabei die Finger schmutzig zu machen. Dort gibt es nämlich nicht nur fertige Liquids zu bestellen, sondern auch die Möglichkeit sich entweder Kreationen anderer Kunden in den Warenkorb zu legen oder gar eigene Geschmacksvarianten zu kreieren, in dem man beliebige Aromen anhakt und zu einer individuellen Gesamtkomposition vermischt.



Die Eigenkompositionen kann man dann sogar mit einem eigenen Namen versehen, abspeichern und über einen Link anderen Usern zur Verfügung stellen (siehe unten). Bei den fertigen Liquids und Kundenkreationen helfen zudem die überall eingeblendeten Bewertungen bei der Auswahl (mit grünem Daumen (+), rotem Daumen (-), Anzahl der Bewertungen sowie prozentualer Bewertung). Zusätzlich gibt es sehr viele Einstellmöglichkeiten, was den Nikotingehalt und die Stärke der jeweiligen Geschmacksnote betrifft. Als weiteres „Feintunig“ kann man das Aroma in verschiedenen Stufen abrunden und die prozentualen Anteile an PG (Propylenglykol) und VG (vegetables Glycerin) individuell bestimmen. Dies ist vor allem für PG-Allergiker oder Menschen – die kein Propylenglykol vetragen (Reizhusten, Kratzen im Hals o. ä.) – wichtig.

Ich persönlich habe meine beiden Lieblingsaromen nun kreiert und mit einem individuellen Namen bezeichnet, von denen ich nun mit gutem Gewissen auch größere Mengen bestellen kann.

NUTIRABBACO mit 12 mg Nikotin. Zusammengesetzt aus Dark Vapure (Tabak, stark), Haselnuss (Stark), Tiramisu (Stark) mittel gesüßt | leicht abgerundet, mit 100% VG-Anteil

TABOCCA mit 12 mg Nikotin. Zusammengesetzt aus Mokka (Tabak, stark), Straight Kentucky Leaf (Stark) mittel gesüßt | leicht abgerundet, mit 100% VG-Anteil

Diverse Feineinstellungen für Stärke, Süße, Geschmacks-Abrundung, Nikotingehalt und der gewünschte PG/VG-Anteil können dann noch individuell vorgenommen werden. Man ist hier also nicht an mein Setup gebunden. Insgesamt tolle Möglichkeiten, die man in diesem Shop geboten bekommt. Für mich reichen diese vollkommen aus, und ich habe nun die Aromen gefunden, die mich begeistern und die das Dampfen zum echten Genuss werden lassen. Weiter unten gibt es ergänzende Infos für Leute, die ihr Liquid zu Hause komplett selbermischen möchten.

Warum das ideale Liquid so wichtig ist

Die Entscheidung und Motivation, dem Tabak dauerhaft mit der e-Zigarette zu entsagen, steht und fällt mit der Liquidsorte!

Nur wer ein Liquid findet, das ideal schmeckt, nicht kratzt und einem den bestmöglichsten Kick verleiht, wird dauerhaft von der e-Zigarette überzeugt sein und keine Gedanken mehr an Tabakzigaretten verschwenden. Mir persönlich schmeckt das Dampfen mittlerweile um Welten besser, als Tabakzigaretten. Somit bin ich auch wirklich überzeugt davon und kann dem alten Laster kaum mehr verfallen. Mittlerweile empfinde ich sogar den Tabakrauch von echten Rauchern als unangenehm rieche diesen noch viel intensiver. Hätte ich nach dem ersten getesteten Liquid (welches mich ehrlich gesagt gar nicht vom Hocker riss) schon aufgegeben, wäre ich mit Sicherheit Raucher geblieben.

Das beste Liquid finden – grundsätzliche Tipps:

Aufgeschlossenheit ist das A und O

Wer den Mut hat, etwas Neues zu probieren und in der Lage ist, sich geistig vom Tabakgeschmack zu verabschieden, der hat auch die besten Chancen, ein passendes Aroma zu finden. Es gibt zwar unzählige Liquids mit Tabakaromen, jedoch wird keines davon so schmecken wie eine Tabakzigarette. Bei vielen Shops lassen sich die Tabakaromen auch mit anderen Geschmäckern kombinieren oder es gibt bereits fertige Kombinationen zu kaufen. Tabak passt sehr gut zu vielen Aromen, z. B. zu Kaffee, Cappuccino, Vanille, Menthol, Kakao, Schokolade etc.

Ich persönlich hätte mir niemals vorstellen können, dass ich einmal Aromen wie Cappuccino, Mokka oder Tiramisu in Verbindung mit Tabak dampfen würde, aber gerade solche Kombinationen kommen dem Original-Tabakgeschmack oftmals viel näher als reine Tabak-Liquids. Auch ehemalige Menthol-Raucher müssen auf nichts verzichten. Für sie ist beispielsweise eine Kombination von Tabak mit Menthol, ggfs. Minze und bei Bedarf weiteren geschmacklich harmonierenden Zusätzen empfehlenswert.

Am Anfang nur kleine Mengen e-Liquid kaufen

Wie ich finde, eine gute Möglichkeit seinen Lieblingsgeschmack auszutesten, ohne gleich Geld für größere Mengen ausgeben zu müssen? Wer sein individuelles Lieblings-Liquid noch nicht gefunden hat, der sollte davon absehen, mehr als 10 ml Liquid auf einmal zu kaufen. Lieber mehrere verschiedene Sorten in kleinstmöglichen Mengen ausprobieren, die man zudem noch miteinander vermischen kann, falls eines davon alleine nicht ideal schmeckt. Kleine Mengen sind zwar etwas teurer, jedoch nützt auch die vermeintlich günstigere Großmenge nichts, wenn sie nachher nicht konsumiert wird, weil einem das Aroma nicht zusagt.

e-Liquid mit Nikotin

Diese Variante wird vor allem von ehemaligen Rauchern gekauft, die dem Tabak mithilfe der e-Zigarette Adieu sagen möchten. Für den Anfang empfehle ich folgende Nikotinmengen:

  • starke Raucher (über 1 Packung / Tag):  12 … 18 mg
  • mittelstarke Raucher (bis zu 1 Packung / Tag):  von 6 … 12 mg
  • schwache Raucher / Gelegenheitsraucher: 0 … 6 mg

Hat man sich dann dauerhaft von der Tabakzigarette verabschiedet, kann man versuchen, das Nikotin stufenweise auf die nächstkleinere Variante (z. B. 0,3 mg) und später komplett auf 0 mg zu reduzieren. Dies kann auch unabhängig von den angebotenen Nikotinstufen erfolgen.

Beispiel: Man möchte von 12 auf 9 mg reduzieren, der Shop bietet jedoch nur Liquids mit 12 und 6 mg Nikotin an. Dann einfach 12 und 6 mg bestellen und diese beiden Liquids zu gleichen Anteilen in den Fülltank der e-Zigarette oder in einen separaten Behälter mischen, um auf die gewünschten 9 mg zu kommen. Bietet der Shop keine 0,3 mg Fläschchen an, kann man je 1 x 0,6 mg und 1 x 0 mg verwenden und diese beiden im Verhältnis 1 : 1 mischen , um letzendlich 0,3 mg auf die gewünschte Nikotinstärke von 0,3 mg zu kommen.

e-Liquid ohne Nikotin

Wer von Anfang auf Nikotin verzichtet oder den Gehalt auf Null reduziert hat, dem eröffnet sich dieselbe große Vielvalt an e-Liquids, denn diese sind geschmacklich nicht an Nikotin gebunden. Es stehen ebenfalls sämtliche Aromen zur Verfügung (natürlich auch Tabak) . Mit menthol-, minz- und eukalyptushaltigen Aromen erhält man zudem einen herrlich erfrischenden Atem-Kick, dessen Aroma nach dem Inhalieren sogar eine Weile im Mundraum verbleibt. Man kann also nach Herzenlust sein individuelles e-Liquid kaufen, ohne dass Rücksicht auf die Nikotinstärke genommen werden muss. Millionen nikotinfreie Dampfer beweisen, dass Dampfen nicht nur als Nikotinersatz für Raucher fungiert, sondern auch völlig ohne Nikotin ein wahrer Genuss sein kann.

Liquids zu Hause selber mischen

Viele Dampfer mischen ihr Liquid mittlerweile selbst, wobei hier Kostengründe bei den meisten im Vordergrund stehen. Wer die Zeit hat oder sich diese nimmt, findet die erforderlichen Zutaten zum Selbermischen von Liquids im Fachhandel für Dampferzubehör oder auch in diversen Apotheken. Für e-Zigaretten-Neulinge allerdings halte ich diese Variante für ungeeignet, da sich diese zunächst einmal mit der Umstellung und dem EEquioment ansich vertraut machen müssen. Alternativ gibt es vorgefertigte Sets, die alle notwendigen Komponenten beinhalten und die dann nur noch eigenem Ermessen vermischt werden müssen. Dies Set-Lösung ist vor allem für Einsteiger die einfachere und somit bessere Variante.

Zubehör für Selbstmischer:

Zutaten zur Liquid-Herstellung

Basen als Grundsubstanz

Zunächst wird für die Eigenerzeugung von e-Liquids eine Base benötigt, welche die Grundkomponenten PG, VG und optional Nikotin (in beliebiger Dosierung). Die prozentualen PG- und VG-Anteile können dabei variieren (z. B. 50/50 %, 60/40 % etc.).

Aromen für den jeweiligen Geschmack

Für jeden individuellen Geschmack von größter Wichtigkeit sind die weiteren Zutaten, wie Aromen in diversen Geschmacksrichtungen, verschiedene Farbstoffe und Öle sowie nach Belieben Zucker, um eine gewünschte Versüßung herbeizuführen.

Werkzeuge & Hilfsmittel zum Selbermischen

  • Spezial-Fläschchen zur Abfüllung
  • Destilliertes Wasser
  • Aufziehspritzen mit Skala
  • Einwegkanülen und /-pipetten
  • Einweghandschuhe
  • Messbecher
  • Rührspatel

Ich persönlich habe noch keine Erfahrungen mit dem Selbermischen gemacht und werde mir dazu sicherlich auch kein eigenes Chemielabor einrichten. Wer dies aber gerne tun möchte, dem steht im Internet eine große Palette an Ratgebern und Tipps zur Verfügung. Die genaue Vorgehensweise bzw. wie und zu welchen Anteilen man die Komponenten dann letztendlich mischt, wird in unzähligen Blogs und Fachforen genaustens beschrieben.

Eine toll gemachte Schritt-für-Schritt-Anleitung habe ich unter folgenden Link gefunden:

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Comments (2)

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  1. Andreas sagt:

    Vielen Dank, so macht Bloggen Spaß :-)

  2. Yannick Berger sagt:

    Sehr gute Hinweise, so macht die Umgewöhnung Spaß.

    Mit freundlichen Grüßen

    Yannick Berger

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