Rauchmelder für Dampfer von e-Zigaretten

Filed in Dampfer & e-Zigaretten Blog by on 14. November 2016 4 Comments

Rauchmelder-Alarm durch Dampf von E-Zigaretten

Jeder Dampfer, der seine Wohnung oder sein Eigenheim mit Rauchmeldern ausstattet, kann ein Lied davon singen. Man sitzt schön gemütlich auf der Couch und genießt seine e-Zigarette und plötzlich geht der Rauchmelder los und gibt schrillend und rot blinkend Feueralarm von sich. In diesem Artikel möchte ich euch erklären, warum Rauchmelder auf Dampf ebenso reagieren wie auf Rauch und was man dagegen tun kann.

Rauchmelder löst bei E-Zigarettendampf aus

Bundesweite Rauchmelderpflicht

Abgesehen vom Sachsen haben so gut wie alle Bundesländer die Rauchwarnmelderpflicht bereits eingeführt und umgesetzt oder es gibt Übergangsregelungen. Die Verpflichtung zur Installation von Rauchmeldern wird in der jeweiligen Landesbauordnung jedes Bundeslandes separat geregelt. Ganz unabhängig von dieser Verpflichtung ist es sämtlichen Haushalten generell anzuraten, Rauchwarnmelder in alle Räume zu installieren. Diese sind in der Lage, einem Erstickungstod durch eine Kohlenmonoxid- bzw. Rauchvergiftung effektiv vorzubeugen und somit das Leben von Bewohnern und Haustieren bei einem Brand oder unerwünschter Rauchentwicklung zu retten.

Für Dampfer von E-Zigaretten hat dies allerdings den negativen Effekt, dass viele Rauchmelder auch auf Dampf reagieren und somit ungewollt Alarm auslösen.

Gibt es auch Rauchmelder für E-Zigaretten Dampfer?

Da sich die meisten günstigen Rauchmelder nicht für den Betrieb in Küchen eignen, reagieren diese logischerweise nicht nur auf Küchendämpfe sondern unglücklicherweise auch auf den Dampf aus unseren geliebten e-Zigaretten. Im Umkehrschluss können küchentaugliche Rauch- bzw. Brandmelder auch in Räumen installiert werden, in denen gedampft wird. Wer speziell dampf- bzw. küchentaugliche Warnsysteme installieren möchte, der sollte nicht nach herkömmlichen 0815-Rauchmeldern suchen, sondern explizit auf die Bezeichnungen küchentauglicher Rauchmelder, Wärmemelder*, Hitzemelder* oder CO2-Melder achten.

*) Wärme- bzw. Hitzemelder sollten für den Einsatz in Wohnräumen immer thermo-optisch sein. Reine Thermomelder sind ungeeignet, da sie erst bei einer so starken Hitze reagieren, dass es in den meisten Fällen schon zu spät ist und der Brand sich bereits ausgebreitet hat.

Gegen Dampf unempfindliche Rauchmelder

Ein guter und dennoch sehr günstiger, e-Zigaretten- und küchentauglicher Hitze-, Brand- bzw. Rauchmelder ist beispielsweise der „Pyrexx PX-1 V3-Q“. Diesen gibt es im 6er Set bereits für unter 130 Euro (z. B. bei Amazon) zu kaufen. Die intelligente Technologie verfügt über einen Sicherheitsmechanismus, der bei der Entwicklung von Dampf keinen Fehlalarm auslöst. Und das weder beim Kochen und Braten in der Küche noch durch den Genuss von e-Zigaretten. Der Melder reagiert nur, wenn genügend Parameter darauf hinweisen, dass es sich tatsächlich um einen echten Brand handelt. Diese Type entspricht den DIN-Normen, besitzt ein TÜV-Zertifikat und erfüllt die bundesweite Rauchwarnmelderpflicht.

Bei der o. g. Variante entfallen lästige Batteriewechsel, da die Geräte eine fest verbaute Lithium-Batterie enthalten, deren Lebensdauer mit bis zu 12 (bzw. mindestens 10) Jahren beziffert wird. Die Kosten liegen beim erwähnten 6er Set also bei knapp über 10 Euro pro Jahr, wenn man von einer Lebensdauer zwischen 10 und 12 Jahren ausgeht. Mit diesem geringen Betrag sichert man somit sechs Räume für diese recht lange Zeitspanne zuverlässig ab. Zudem wird man bei diesen Rauchmeldern nicht durch eine leuchtende oder blinkende LED belästigt, was vor allem im Schlafzimmer vorteilhaft ist. Ebenfalls positiv ist der dreifache Insektenschutz, der verhindert, dass eindringende Insekten durch Verdunkelung der Optoelektronik einen Fehlalarm auslösen.

Warum löst Dampf eigentlich Alarm aus?

Verantwortlich hierfür ist zumeist die integrierte Sensorik, die opto- bzw. photoelektronisch reagiert, sobald eine gewisse Abdunkelung eintritt. Der Alarm wird ausgelöst, wenn Rauch, Dampf oder andere Substanzen (z. B. Insekten) in das Gehäuse des Rauchmelders eindringen, und eine gewisse Partikeldichte überschritten wird. Da der Dampf einer e-Zigarette eine höhere Partikeldichte als beispielsweise Zigarettenqualm aufweist, reagieren viele Rauchmelder bei e-Zigaretten, während sie bei normalen Zigaretten nicht oder erst viel später ansprechen. Zudem reagieren die Melder je nach Modell und Hersteller unterschiedlich empfindlich.

Fazit

Gute Rauchmelder bieten für Wohnbereiche eine lebenswichtige Absicherung gegen Brände und Rauchentwicklung, auf die man keinesfalls verzichten sollte. Man muss als Dampfer lediglich nach dampf- bzw. küchentauglichen Systemen suchen. So hat man die optimale Sicherheit und es kommt zu keinen unnötigen Fehlalarmen. Erfreulich daran ist außerdem, dass man dafür nicht einmal tiefer in die Tasche greifen muss.

Comments (4)

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  1. Andreas sagt:

    Hallo Dave, vielen Dank für Deinen ausführlichen und sehr aufschlussreichen Kommentar. Echte Dampfer-Rauchmelder gibt es also nicht.

  2. Dave sagt:

    Ich habe gerade mit dem Telefonsupport des Herstellers Pyrexx in Berlin (Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 88 71 60 66 41, siehe: https://www.pyrexx.com/de/support/privatkunden/privatkunde) gesprochen und explizit nach der Nutzung bei eZigaretten-Gebrauch gefragt.
    Als Auskunft wurde mir mitgeteilt, dass der PX-1 zwar mit Partikel und Wärmesensor (ab 60°C) ausgestattet ist – diese müssen laut DIN -Norm aber UNABHÄNGIG voneinander auslösen. Somit gibt es keine Garantie vor Täuschungsalarmen durch Aerosole/Dampf. Natürlich, wäre eine Kopplung der Sensoren technisch kein Problem -laut Hotline – aber dann würde man die Lizenz verlieren. Die hohe Toleranz scheint wohl eher an der besseren Kondensationssperre zu liegen, die vermeidet – aber nicht verhindert – dass Wasserdampf / eLiquidaerosol in die Detektionskammer vordringt.
    Eine Küchentauglichkeit ergäbe sich laut Hersteller auch dadurch, dass man den Alarm über Taster für ZEHN Minuten „stumm“ schalten könne.
    Tja, irgendwie unbefriedigend, aber es liegt wohl am Gesetzgeber, der über die Normierungspflicht an der Lebenswirklichkeit vorbei geht. Selbst wenn die Hersteller auf eDampfer-Tauglichkeit prüfen würden, sie dürften die Geräte dann nicht so verkaufen.
    „Nachtigall, ick hör Dir trapsen!“ sagt der Berliner.

  3. Andreas sagt:

    Seltsam, ich habe bei YouTube ein Video angeschaut, da bläst einer den Dampf direkt in den Pyrexx, und es passiert gar nichts. Deshalb ging ich davon aus, dass die tatsächlich fürs Dampfen geeignet sind.

  4. F.B. sagt:

    Hallo! Ich habe mir zwei Pyrexx PX-1 V3-Q gekauft, nachdem ich euren Blog gelesen hatte. Leider musste ich feststellen, dass diese Rauchmelder doch auf meine E-Zigarette ansprechen. Vielleicht wäre ein CO2-Melder besser dafür geeignet.

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